Thema Biogas

Biogas

Biogas - auch als Sumpfgas oder Faulgas bekannt - wird in Biogasanlagen und Kläranlagen als Brennstoff zur Stromerzeugung oder zu Heizungszwecken genutzt. Es entsteht bei der anaeroben (sauerstofffreien) Vergärung von organischem Material. Biogas besteht im Wesentlichen aus

- METHAN = 45 - 70 Vol.-%

- KOHLENSTOFFDIOXID = 25 - 55 Vol.-%

- WASSERDAMPF = 0 - 10 Vol.-%

- STICKSTOFF = 0,01 - 5 Vol.-%

- SAUERSTOFF = 0,01 - 2 Vol.-%

- WASSERSTOFF = 0 - 1 Vol.-%

- SCHWEFELWASSERSTOFF = Ø 700 ppm

- AMMONIAK = Ø 10 ppm

Diese enthaltenen Gase sind z. T. toxisch oder explosiv und können Personen, die mit Ihnen in Kontakt kommen, gefährden.

 

Bei der Herstellund und Verwendung von Biogas können folgende Gefahren und Risiken auftreten:

  • Lebens- und Gesundheitsgefahr durch Ersticken oder Vergiftung in Schächen und Behältern (z. B. durch CH4, H2S, CO2, Sauerstoffmangel)
  • Explosion durch zündfähige Gase/Luft-Gemsiche
  • Entstehung von Bränden
  • Korrosion durch aggressive Gasbestandteile wie NH3 oder H2S
  • Beim Reinigen von Gärbehältern drohen Erstickungen, Vergiftungen und Explosionen

 

Biogasanalyse

Die Biogasanalyse ist inzwischen zu einer selbstverständlichen Komponente bei Biogasanlagen geworden. Mit ihr können zeitnah und auf den Betrieb zugeschnitten sowohl Informationen über Schadgase als auch über den Brennwert des Biogases gewonnen werden. Beide sind wichtig für eine effiziente und wirtschaftliche Nutzung des Biogases, z. B. im Blockheizkraftwerk. Darüber hinaus erlaubt die Biogasanalyse auch Aussagen über den Zustand und die Veränderungen im biologischen Prozess und hilft so, die Anlage mit hoher Effizienz zu betreiben. Ziel der Biogasanalyse ist die Bestimmung des Verhältnisses Methan zu Kohlenstoffdioxid, wodurch Brennwert und Dichte des Biogases bestimmt werden. Gleichzeitig wird der Gehalt an Schwefelwasserstoff gemessen, der ein Hinweis ist, inwieweit der Reinigungsfilter noch verwendbar ist.

Arbeitsplatzüberwachung

  • Regelmäßige Kontrolle der gasführenden Anlagenteile auf Beschädigung, Dichtigkeit und Korrosion
  • Zwischenraum der selbstschließenden Gasabsperrventile auf Dichtheit prüfen
  • Gruben & Schächte: Vor dem Einsteigen und während des Aufenthalts in Gruben und Kanälen muss sichergestellt sein, dass keine Vergiftungsgefahr besteht und ausreichend Atemluft vorhanden ist. Betriebseinrichtungen sind zuverlässig gegen unbeabsichtigtes Einschalten zu sichern. Für ausreichende Belüftung ist zu sorgen. Bei unzureichender Belüftung besteht Erstickungs-, Brand- und Explosionsgefahr.

Instandhaltung, Reparatur bzw. Reinigung von Fermentern:

Eine Biogasanlage soll möglichst lange störungs- und unterbrechungsfrei arbeiten. Nach mehrjähriger Betriebsdauer wird aber nahezu jeder Betreiber vor die Aufgabe gestellt, Reinigungs- und Instandhaltungsarbeiten im Gärbehälter ausführen zu müssen. Solche Reinigungsaufgaben gehören zu den gefährlichen Aufgaben. Im Gasbehälter sind die Beschäftigten in bestimmten Situationen Erstickungs-, Vergiftungs- und Explosionsgefahren ausgesetzt:

 

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